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Stadtregion S5 - Region S5

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entwicklungsschwerpunkte in dübendorf


Dübendorf ist derzeit ein Schwerpunkt der Regionalplanung im Kanton Zürich. Die Stadt spielt in der regionalen Vernetzung eine tragende Rolle und positioniert sich als Standort für Forschung und Innovation. Dies manifestiert sich auch in der Aufwertung und Entwicklung des Stadtzentrums, des Glattraums, des Hochbord-Quartiers und des Zwicky Areals. Unser Besuch beschränkte sich auf die beiden derzeit spannendsten Entwicklungsgebiete im Hochbord und des Zwicky-Areals.

Hochbord

Nach einer Ansprache von Stadtpräsident Lothar Ziörjen führte Stadtplaner Reto Lorenzi durch das Hochbord und erläuterte, sekundiert von Herrn Ziörjen die baulichen Aufgaben, die bis 2019 zu einem urbanen Zentrum führen sollen. Gegenwärtig ist noch viel von der Vorstellungskraft abhängig, sind doch bislang erst die nötigen technischen Erschliessungen weitgehend durchgeführt. Ein erstes Wohnhaus lässt aber bereits erahnen, wie sich das kommende Quartier einst vorstellen wird. Es soll ein Mischqaurtier werden, bestehend aus Gewerbe, hauptsächlich in den Erdgeschossen, Wohnen und Dientsleistungsbetrieben in den darüber liegenden Geschossen. Einzelne "Hochhaus-Cluster" (Ziörjen) werden das neue Zentrum betonen. Ausgesteckt ist bereits ein annähernd 100 Meter hoch werdender Tower. Das Hochbord wird verkehrsberuhigt und für den Autoverkehr vor allem mittels Tiefgaragen erschlossen.

Zwicky-Areal

Im sog. "Wasserturm", einem turmartigen Altbau auf dem Zwicky-Areal, wurde von Herrn Lorenzi auf die verschiedenen bauplanerischen Schwerpunkte in Dübendorf, wie die Aufwertung des Stadtzentrums, des Glattraums, also der teilweisen Renaturierung der Glattufer, sowie auf den geplanten Innovationspark auf dem ehemaligen Militärflugplatz hingewiesen. Im Mittelpunkt stand aber das Zwicky-Areal wo Dr. Monica Zwicky und der Architekt Tomaso Zanoni die gegenwärtigen Bauarbeiten und die architektonische Vision erläuterten. Auf dem Areal der geschichtsträchtigen Zwirnerei Zwicky, die als guterhaltenes Industrieensemble des 19. Jahrhunderts unter Schutz steht, ist ein weiteres Quartier im Entstehen, das schon recht weit fortgeschritten ist. Die Schwierigkeit besteht hier in erster Linie darin, die Altbauten durch die Neubauten nicht zu erdrücken. Zerrissen durch den S-Bahndamm sind zwei unterschiedliche Zentren entstanden. Südlich des Damms ein futuristisch wirkendes Wohn- und Gewerbequartier, dessen erste Mieter noch dieses Jahr einziehen werden. Nördlich des Damms stehen ebenfalls fast bezugsfertige Gebäude, die in der Höhe und Struktur jedoch Rücksicht auf die bestehenden Fabrikbauten nehmen. 

Idealerweise ergab es sich, dass die Entwicklungsplanung der Eigentümerfamilie der ehemaligen Zwirnerei, und deren Architekten Zanoni im Gleichtakt zu derjenigen der beteiligten Gemeinden Dübendorf und Wallisellen verliefen, wodurch die Entwicklung des Areals ohne grössere Konfikte an die Hand genommen werden konnte. Das Areal wurde mittels eines Gestaltungsplans von Zanoni Architekten in verschiedene Bauzonen gegliedert, die unterschiedlichen Architekturbüros übergeben wurden. Die ersten Neubauten konnten bereits 2011 bezogen werden. Mit der Fertigstellung der letzten Areale ist 2018 zu rechnen.



Zwicky-Areal

Erster Neubau im Hochbord



Reto Lorenzi erläutert den Quartierplan

Der Zwicky-Platz







Richti Areal - Insel in der agglo


Am 6. September 2014 werden uns Vertreter der Eigentümer des Richti-Areals und der Gemeinde Wallisellen durch das neu entstandene urbane Quartier zwischen Glattzentrum und Bahnhof Wallisellen führen.

Ideen und Umsetzung aus Sicht der Planer und Eigentümer

Die Planungen für das heutige Richti-Areal gehen auf das Jahr 2007 zurück. Nach mehreren Anläufen hat man sich auf ein städtisches, gemischtes Quartier geeinigt. Ent- standen ist ein architektonisch hochwertiges neues Stadtquartier, wie es auch in Berlin stehen könnte. Es besteht aus mehreren Blockrandbauten mit grossen Innenhöfen und einem Hochhaus. Das neue Areal verbindet den riesigen Baukomplex des Glattzentrums mit den gewachsenen Dorfstrukturen Wallisellens. Es bildet dazwischen eine urbane Insel in der Agglomeration.

Mit welchen Absichten und Motiven machte man sich an die Umsetzung, und wie aus städtebaulicher Sicht fügt sich das neue Quartier in die Struktur des ursprünglichen Dorfes?


Datum: 6. September 2014   Ort: Richti-Strasse/Richtiring, Wallisellen         Zeit: 14:00 Uhr  Dauer: ca. 2 Stunden bis 16:00 Uhr

Treffpunkt ist der Ausgang der Bahnhofsunterführung zum Richti-Areal. 

Download Einladungskarte: Einladung zur Veranstaltung



Blick in Konradstrasse





Richtiarkade


Referat von Paul Schneeberger


Am 20. März 2014, wird Herr Paul Schneeberger ein Referat zum Thema «Verkehrsstau und Verdichtung. Gibt es einen Zusammenhang?» halten. Er berücksichtigt vor allem die Situation im Kanton Zürich. 

Der bekannte Buchautor und Journalist Paul Schneeberger wird in seinem Referat die Zusammenhänge erklären, die zwischen dem Verkehr und der Raumplanung bestehen und dabei deutlich machen, wie sich beide gegenseitig beeinflussen. Wie schwierig das Zusammenspiel zuweilen ist, zeigt das aktuelle Gezänk um die Ustermer Westumfahrung, bzw. den Ausbau der Oberlandautobahn. Paul Schneeberger ist seit 1988 journalistisch tätig und hat seit 2001 für die NZZ zahlreiche Artikel zum Thema Raumordnung, Verkehr und öffentlicher Dienst publiziert. Er ist Co-Autor des Buches «Daheim – Eine Reise durch die Agglomeration».


Datum: 20. März 2014   Ort: Rohn Pavillon, Zellweger-Park  Zeit: 19:00 Uhr  Türöffnung: 18:30 Uhr





Gerichtsstrasse Uster





Stadtpark Uster


wo steht die ustermer stadtplanung?


Zu den bislang im Portefeuille des Vereins stehenden Veranstaltungen wie Referate und Führungen, nimmt der Verein ein neues Produkt in sein Angebot auf. Es sind sogenannte Werkstattgespräche unter dem Patronat einer Gemeinde im Einzugsgebiet der S5. Hierbei stellt der Verein Stadtregion S5 seine Gesprächsplattform Gemeinden zur Verfügung, die ihrer Bevölkerung die örtliche Ortsplanung näher bringen wollen. Unser Verein ist quasi der Vermittler, der die Interessierte Bevölkerung mit Ortsplanern und Architekten auf neutralem Boden zusammenbringt.

Hierbei legen die Planer der jeweiligen Gemeinde in Kurzreferaten den derzeitigen Stand der Planungen dar und stehen für Fragen zur Verfügung. Sieht es der Planungsstand vor, soll sich die Bevölkerung auch mit Vorschlägen einbringen und diese mit den Planern diskutieren können. Gelenkt und moderiert werden die Werkstattgespräche vom Verein Stadtregion S5.


Den Auftakt hat am 3. Oktober 2013 die Stadt Uster gemacht. Der Anlass fand im Gemeinderatssaal statt. Sieben Referate von nicht mehr als 15 Minuten Länge wurden gehalten. Die Architekten und Planer haben den gegenwärtigen Stand der Dinge erläutert und machten dabei die Komplexität deutlich, die mit dem Aufbau neuer Siedlungszonen einhergehen. In Uster sind es die Kernzonen Zeughaus-, Stadtpark- und Gerichtsplatzareal. Es handelt sich am 3. Oktober um eine Überblicksveranstaltung die über die einzelnen Planungsschritte informieren will. Im Jahr 2014 werden die einzelnen Areale separat präsentiert. Dort wird es u.U. möglich sein, dass die Bevölkerung sich aktiv einbringen kann.

Es referierten: 

Stadtrat Thomas Kübler gibt einen aktuellen Überblick und leitet ins Thema ein.

Markus Birchler, (stadt raum verkehr, Birchler+Wicki) berichtet über die Verkehrsbelastung entlang der Erschliessungsachse Zürichstrasse.

Thomas Schirmer (Sieber Cassina + Partner AG) berichtet über Lärmproblematik und Grundwasser.

Thomas Gautschi (Amstein + Walthert AG) geht u.a. auf den Wärmeverbund ein.

Fortunat Dettli (Morger + Dettli Architekten AG) referiert über die Gebietsentwicklung «Zeughausareal».

Oliver Hagen (Odinga + Hagen AG) berichtet über die Entwicklung am «Gerichtsplatz».

Fabian Hörmann (EM2N Architekten AG) bildet den Abschluss mit einen Kurzreferat über die weitere Gebietsentwicklung «Am Stadtpark».



Gerichtsstrasse Uster





Stadtpark Uster



Zeughausareal in Uster


 

NOCH NIE SO VIELE MENSCHEN IM PARK


Am 22. Juni hat der Verein zu einem geführten Umgang im Zellwegerpark, der ehemals verbotenen Stadt geladen. Sehr viele sind der Einladung gefolgt und haben bei bestem Wetter einen hoch interessanten und engagiert geführten Spaziergang erlebt. Der Verein Stadtregion S5 schätzt, dass mindestens 150 Besucher sich im Park eingefunden haben. Vermutlich waren auf ein Mal noch nie so viele Menschen im Park, seitdem er der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Usters Stadtplaner Walter Ulmann referierte auf einem Mäuerchen stehend, damit die Menge ihm akustisch Folgen konnte, über den geschichtlichen Ursprung des Areals aus der Zeit der Industrialisierung in der die heute bestehenden Teiche als Rückhalteweiher der Spinnerei angelegt worden sind und ganz Uster von einem Kanalsystem durchzogen war.

Der Bauplaner und Architekt Oliver Hagen referierte über die schon gebauten und noch geplanten Wohnbauten im ehemaligen Industrieareal. Die bereits bezugsbereiten Gebäude der renommierten Architekten Gigon/Gujer und Morger + Dettli wurden so konzipiert und in den Raum eingepasst, dass sie möglichst wenig in den geschützten Park eingreifen und dennoch einer beachtlichen Anzahl neuer Familien und Zuzügler komfortablen und qualitätvollen Wohnraum bieten werden. In etwa 10 Jahren, wenn die Planungen vollendet sind, sollen hier etwa 1200 Menschen leben.

Der Architektur- und Kunsthistoriker Roland Frischknecht erklärte den Besuchern zunächst die Architektur der von Ronald Rohn anfang der 60er-Jahre errichteten Bauten der Zellweger AG, bevor er auf die verschiedenen und zahlreich im Park verstreuten Kunstwerke einging. Besonderen Eindruck hinterliess der einem Biberbau nachempfundene schwimmende Steg des japanischen Künstlers Kawamata.

Am 24. Juni 2013 ist im Anzeiger von Uster ein Artikel über den Anlass erschienen: Symbiose aus Architektur, Kunst und Natur


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REFERAT VON WILHELM NATRUP


Auf Einladung des Vereins Stadtregion S5 hat Kantonsplaner Wilhelm Natrup am 25. März 2013 ein faktenreiches, sehr interessantes Referat zum sogenannten Siedlungsbrei gehalten.

Der Chef des Amts für Raumplanung des Kantons Zürich hat im Gemeinderatssaal Usters die komplexe Herausforderung beschrieben, wie das in der Schweiz dominierende Leben als Berufspendler und unser Anspruch auf Wohnfläche, die moderne Raumplanung vor anspruchsvolle Probleme stellt.  

Foto rechts: Wilhelm Natrup als Referent im Gemeinderatssaal Uster

Foto rechts unten: Ludi Fuchs vom Verein Stadtregion S5 während der anschliessenden Diskussionsmoderation mit dem Publikum.

Am 27. März ist im Anzeiger von Uster ein Artikel über den Anlass erschienen: Kampf gegen den Siedlungsbrei

Wer möchte kann sich die Präsentationsfolien als PDF herunterladen. Die Grösse der Datei beträgt 8.8MB.

 

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ERSTE VERANSTALTUNG


Der Verein Stadtregion S5 ist am 28. Januar 2013 mit seiner ersten Veranstaltung mit dem Titel "Die Vervorstädterung des Politischen oder: Wie die Agglomeration sich selbst zersiedelt" erfolgreich gestartet.

Referent Herr Prof. Dr. Daniel Kübler hat in der gut besuchten Villa Grunholzer beeindruckend dargelegt, wie Raumplanung und Wählerverhalten der Bürger miteienander korreliert und weshalb sich die Agglomeration nicht zuletzt deshalb selbst zersiedelt.  

Foto rechts: Zuschauer in der Bel Etage der Villa Grunholzer

Foto rechts unten: Professor Kübler (links) im Diskussionsgespräch mit Hansruedi Galliker vom Verein Stadtregion S5.

Am 30. Januar ist im Anzeiger von Uster ein Artikel über den Anlass erschienen: Rezepte gegen Siedlungsbrei

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Info zum Auftritt am 1. november 2012


Am 25. Oktober 2012 konnte sich der Verein Stadtregion S5 erstmals einem Publikum vorstellen. Präsident Martin Schneider und Vorstandsmitglied Hansruedi Galliker führten durch den Abend, der von der Gruppe Zeitfragen erfolgreich organisiert worden ist. Der Zürcher Oberländer hat über die Veranstaltung am 1. November 2012 in einem Artikel berichtet.

Noch Land in Sicht?


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